Essen kann so etwas Schönes sein. So essentiell und auch so erfüllend. Wenn wir uns ein wenig damit beschäftigen und diesem Thema mehr Raum in unserem Leben geben.

Ich möchte dir hier keine bestimmt Ernährungsrichtung, Diät oder ähnliches empfehlen. Eine positive Einstellung zum eigenen Körper und zu der Nahrung die wir zuführen, bewirkt schon Wunder. Ich schreibe dir hier mal meine Erkenntnisse auf, die ich in den letzten Jahren gesammelt habe und die mich zu einem gesunden Körpergefühl geführt haben:

4 Grundpfeiler

  • Essen soll und darf schmecken – genieße deine Mahlzeit und wertschätze das, was du gerade auf dem Teller hast. Nimm dir Zeit und kaue gut. Die Verdauung beginnt im Mund beim einspeicheln. Vor allem, wenn du Kohlenhydrate isst.
  • Zucker reduzieren. Damit meine ich tatsächlich die Süßigkeiten und gesüßte Getränke. Zucker ruiniert unsere Darmflora und füttert die schlechten Bakterien richtig gehend an. Blähungen & Co. sind oft Nachwirkungen von einem erhöhten Zuckerkonsum.
  • Selbst Kochen. Das hat sich für mich als Geheimrezept herausgestellt. Je weniger ich „draußen“ essen gehe und je weniger ich schon verarbeitete Produkte esse, umso heiler wird mein Körper.
  • Lebendige Nahrung. Frag dich immer mal: Wie lange ist das schon „tot“ was du auf dem Teller hast? Eine Himbeere, eine Zwiebel oder ein Brokkoli ist ein lebendiger kleiner Organismus auf dem Teller – du isst diese Lebenskraft mit, in Form von Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Hast du ein Toastbrot da liegen, dessen Weizen schon vor Ewigkeiten geerntet, zermahlen und dann weiterverarbeitet und gebacken wurde, ist das schon nicht mehr ganz so lebendig. Liegt auf deinem Teller ein Schweineschnitzel, so ist es tatsächlich „tot“ und hat in seiner Struktur eben auch noch das Leid gespeichert, dass der Körper des Tieres in Form von Stress-Hormonen zuletzt ausgeschüttet hat.

Die Balance macht die Gesundheit. Ich habe für mich herausgefunden, dass hin und wieder wieder Essen gehen überhaupt kein Problem sondern einen Genuss darstellt, solange es einfach selten und nicht der Alltag ist. Ich habe eine Zeit lang komplett auf Fleisch und tierische Produkte verzichtet und war auch kaum noch „draußen“ zum Essen. Ich denke diese Phase hat mir zwar reinigend gut getan, hat aber mein soziales Leben stark eingeschränkt. Seit etwa 2 Jahren gehe ich den Mittelweg des balancierten intuitiven Essens, und fühle mich jetzt richtig gut. Fleisch esse ich nur, wenn es jemand für mich gekocht hat. Da ist mir dann einfach das Wohlfühlen und die Harmonie am Tisch wichtiger, als alles andere.

Lange hat meine Ernährung aus Brot, Fertigpizza, abgepackten Salaten, Döner und Süßigkeiten bestanden. Und so unlebendig wie diese Nahrung war, so habe ich mich auch gefühlt.

Natürlich zu Essen und sich damit wohl zu fühlen, das ist das Ziel für eine lebenslange gesunde Beziehung zum eigenen Körper. Wenn ich ein Lernfach in unserem Schulsystem hinzufügen dürfte, würde es „Natürlich Essen“ heißen. Da es das leider bei uns nicht gab und auch heute noch nicht gibt, müssen wir unsere Hausaufgaben selbst machen.

2014 habe ich ganz einfach für mich selbst eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin gemacht, um ganz tief in die Materie einzusteigen. Seitdem sind mir so viele Lichter aufgegangen und ich weiß einfach, was mir gut tut und was mich nährend unterstützt.

 

Du musst natürlich kein Ernährungsberater werden, um zu lernen wie du dich gesund und lecker ernähren kannst. Hier hab ich mal eine Liste von Büchern für dich zusammengestellt die mir auf meinem Weg geholfen haben:

 

  • Du bist, was du isst (Das Ernährungsprogramm, das Ihr Leben verändern wird) von Gillian McKeith
  • Clean Eating: Pur essen – gesünder leben (GU Diät & Gesundheit), von Ulrike Göbl

  • Wellcuisine: Genießen, was gesund und glücklich macht, von Stefanie Reeb und Thomas Leininge

 

Ich wünsche dir viel Spaß auf der Entdeckungsreise. Natürlich Essen ist eine Liebesbeziehung zu sich selbst ❤

 

PS: Im Zusammenhang zu meiner ehemaligen Darmerkrankung habe ich auch ein Youtube-Video gemacht, in dem ich noch ein bisschen mehr in die Tiefe gehe, was die Ernährung betrifft.

Wenn du Interesse daran hast, guck mal hier:  Meine Erfahrungen